Seit über zwei Jahren kooperieren wir mit Socialsolvent. Wir wollen ein Gefühl dafür vermitteln, wie die Zusammenarbeit mit den Experten für Sozial- und Versicherungsrecht in der Praxis aussieht. Deshalb stellen wir einen konkreten Fall der Versicherungsmaklerin Christine Fahr (seit 2012 bei Qualitypool) bzw. einem ihrer Kunden vor.

Zur Erinnerung − wer ist unser Kooperationspartner Socialsolvent?

Socialsolvent ist ein Team von Experten, das Maklern und deren Kunden hilft, den Schadensfall beim Versicherer korrekt anzuzeigen und ihre Ansprüche zu vertreten – zum Beispiel bei einer Berufsunfähigkeit, bei Krankentagegeldleistungen, bei einer privaten Unfallversicherung, einer Dread Disease sowie weiteren Vorsorge- und Kassenleistungen.

Das Team setzt sich aus drei Bereichen zusammen: dem juristischen, medizinisch-psychologischen und dem berufskundlichen. Diese Aufstellung ist auf dem Markt aktuell einzigartig. Sie ermöglicht eine vollständige Betreuung im Schadensfall. In den letzten zwölf Jahren hat das 8-köpfige Team von Socialsolvent breite Erfahrung mit unterschiedlichsten Fall-Expertisen gesammelt.

Der BU-Fall:

Der betreffende Kunde von Frau Fahr arbeitete als Forstwirt und hatte seine erste Berufsunfähigkeitsversicherung in seiner Lehrzeit abgeschlossen. Später kam – nach Beratung durch Frau Fahr – eine ergänzende BU-Versicherung hinzu. In dieser zweiten BU waren Ausschlüsse (u. a. wegen einer bestehenden Schulterverletzung) enthalten. 2016 erlitt der Kunde dann einen doppelten Bandscheibenvorfall. Er kam zunächst in Reha. Im Anschluss daran wurde ärztlich bescheinigt, dass er seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Kunde Krankengeldfortzahlungen bezogen. Sie wurden aber eingestellt, nachdem die Diagnose „berufsunfähig“ gestellt wurde.

Frau Fahr machte sich nun Gedanken, wie sie ihrem Kunden beistehen konnte. Insbesondere weil die zweite BU den Ausschluss „Schulter“ enthielt, wollte sie ganz sichergehen und wandte sich direkt an das Socialsolvent-Team.

Die Vorgehensweise von Socialsolvent:

Grundsätzlich wird in der kostenlosen Erstberatung von Socialsolvent mit dem Versicherungsnehmer besprochen, ob sich eine Zusammenarbeit im betreffenden Fall überhaupt lohnt. Manchmal reichen nur ein paar Tipps am Telefon, und der Makler kann den Fall anschließend selbst mit der Versicherung klären. In seltenen Fällen sind die Erfolgsaussichten leider so schlecht, dass Socialsolvent trotz aller Unterstützung nicht weiterhelfen kann. Dann wird dies auch offen kommuniziert.

Wenn aber eine Zusammenarbeit aus Sicht von Socialsolvent Erfolg verspricht und der Kunde einverstanden ist, erteilt dieser dem Unternehmen eine Vollmacht. Ab diesem Zeitpunkt laufen alle Dokumente und Rückfragen über Socialsolvent, und der Kunde kann den Fortgang online mitverfolgen. Er kann außerdem seinem Makler die Erlaubnis erteilen, sich regelmäßig über den aktuellen Stand zu informieren.

Im nächsten Schritt besorgt sich das Socialsolvent-Team alle erforderlichen Unterlagen vom Makler und vom Versicherer und erstellt eine vollständige Dokumentation des Falls. Die Rechts- und Sachlage des Falls wird durch die Juristen und Berufskundler abschließend geprüft. Bereits im Vorfeld wird gecheckt, ob eine Anzeigepflichtverletzung besteht, also ob die medizinischen Fragen im Antragsformular für die BU nicht korrekt beantwortet wurden. Es wird nachgeforscht, ob Ärzte eventuell falsche Diagnosen gestellt bzw. falsch abgerechnet haben und dadurch eine mögliche BU-Anerkennung fälschlicherweise verhindert wird. Hierzu tauscht sich Socialsolvent aktiv mit den betreffenden Ärzten aus.

Im Anschluss gibt Socialsolvent Handlungsempfehlungen an den Versicherungsnehmer weiter. Wenn das weitere Vorgehen geklärt ist, folgt in der Regel der konkrete Leistungsantrag an den Versicherer. Mitgeliefert wird eine genaue Beschreibung des Berufsbilds des Kunden, das in einem ausführlichen Interview mit ihm erfasst wird. Socialsolvent unterstützt den Kunden ebenfalls bei der Vorbereitung auf Gutachtenuntersuchungen.

Im betreffenden Fall von Frau Fahr hat es insgesamt ein Jahr gedauert, bis die Berufsfähigkeit des Kunden von beiden Versicherungen anerkannt wurde. Wie erwartet dauerte der Prozess bei der zweiten BU-Versicherung mit Ausschluss deutlich länger. Die Mühlen haben hier langsam gemahlen – was den Kunden finanziell sehr stark unter Druck setzte. Es ist nachvollziehbar, dass die Versicherungen BU-Fälle sehr genau prüfen, weil für sie nach einer Anerkennung der Berufsunfähigkeit langfristige Rentenzahlungen anstehen. Der Wind scheint bei einigen Anbietern – z. B. nach einem Run-off – rauer geworden zu sein. Auch die Bearbeitungszeit der Fälle hat sich tendenziell verlängert.

Fazit der Maklerin:

„Schadensfälle sind immer auch Lernprozesse“, sagt die Maklerin Christine Fahr. Sie und ihr Kunde haben sehr positive Erfahrungen mit dem Socialsolvent-Team gemacht. Frau Fahr hält es für sinnvoll, sich gerade bei vorhandenen Ausschlüssen im BU-Fall erst einmal beraten zu lassen. Sie ist auch der Meinung, dass die Makler selbst mögliche Schwierigkeiten im Vorfeld eindämmen sollten. Extrem wichtig ist aus ihrer Sicht eine „ganz pingelige“ Antragsaufnahme. „Wir müssen immer gründlich nachfragen, richtig ‚bohren‘ – das liegt in der Verantwortung des Maklers.“